Expertensymposium Impfen DGIM Mannheim – Interviewt von Dr. Eckart von Hirschhausen

Text: DGIM

Deutschland ist Weltmeister – nur nicht beim Impfen

Deutschland ist in vielerlei Hinsicht „weltmeisterlich“, ob im Fußball, der Exportwirtschaft oder der Leistungsfähigkeit seines Gesundheitssystems. In Bezug auf die Impfquoten zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Bei der Masernelimination ist Deutschland in Europa das Schlusslicht. Auch andere Durchimpfungsraten zum Schutz vor Infektionskrankheiten lassen zu wünschen. Insgesamt beobachtet man in den westlichen Ländern eine Zunahme der Impfskepsis. Was sind die Gründe dafür? Die Risiko-Nutzen-Rechnung spricht eindeutig für Impfungen. Nur müssen die wissenschaftlich klaren Fakten die Menschen auch emotional erreichen.

Impfungen unterscheiden sich von anderen ärztlichen Eingriffen: Sie zielen nicht nur auf den Nutzen des Einzelnen, sondern auch auf den Schutz der ganzen Bevölkerung. Bei einer zu niedrigen Durchimpfungsrate ist die Herdenimmunität nicht mehr garantiert und vermeidbare Infektionskrankheiten können sich verbreiten oder sogar wiederaufleben. Da Impfungen bei Gesunden durchgeführt werden, ist von der Ärzteschaft eine besondere Sorgfalt zu fordern und strittige Punkte auch kritisch zu diskutieren.

Impulsreferat: Von der Herdenimmunität zum Gemeinschaftsschutz – wie motivierende Impfkommunikation gelingt (Dr. Eckart von Hirschhausen) – Video dazu: https://youtu.be/SehSaknas0o

Den Webcast des Symposiums gibt es auf der Webseite der DGIM: https://www.dgim-onlinekongress.de/2018/themenschwerpunkte/expertensymposium-impfen/

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