Eckart von Hirschhausen will’s wissen

 

Wirkt Humor in der Gesundheitskommunikation?

Text: Uni Erfurt

Ohne Risiken, aber mit Nebenwirkungen: Studierende der Uni Erfurt bei Hirschhausen-Show

Studierende der Uni Erfurt mit Dr. Eckart von Hirschhausen.
Studierende der Uni Erfurt mit Dr. Eckart von Hirschhausen.

Studium ohne Risiken, dafür aber mit jeder Menge humoristischen Nebenwirkungen gabs in dieser Woche für die Studierenden im Seminar “Humor in der Gesundheitskommunikation” im Studium Fundamentale an der Universität Erfurt. Gemeinsam mit ihren Dozentinnen, Prof. Dr. Constanze Rossmann und Dr. Cornelia Betsch, waren sie auf der Erfurter Messe zu Gast in Dr. Eckhart von Hirschhausens Show “Wunderheiler”. Und hatten auch gleich einen Auftrag: Herauszufinden, was genau Humor in der Kommunikation über Gesundheit bewirken kann. Wie verändert es die Bereitschaft, sich auf neue Informationen einzulassen, wie gelingt es, eingefahrene Muster und Mythen im Bereich Gesundheit zu überwinden? Was bleibt im Gedächtnis hängen, wenn wir Informationen über Gesundheit mithilfe von Humor übermittelt bekommen?

Um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, befragten die Studierenden die Gäste der “Wunderheiler”-Show vor Beginn und noch einmal in der Pause – mit Unterstützung von Eckart von Hirschhausen, der die Studierenden sogar auf die Bühne holte und seine Gäste zur Teilnahme an der Befragung bewegte. “Das war auch für unsere Studierenden etwas ganz Besonderes”, sagt Prof. Dr. Constanze Rossmann, “schließlich steht man nicht alle Tage mit Prominenz auf der Bühne.” Gemeinsam mit den Studierenden hatten sie und Dr. Cornelia Betsch, die Aktion im Studium-Fundamentale-Seminar vorbereitet und theoretisch untermauert – jetzt geht es an die Auswertung.

An den Ergebnissen hat auch Eckart von Hirschhausen Interesse – und postete den Besuch der Erfurter Studierenden auch gleich über seine Social-Media-Kanäle. Denn bei allem Humor hat seine Arbeit schließlich auch einen ernsthaften Hintergrund. Nämlich Menschen für Gesundheitsthemen zu sensibilisieren, mit alten Mythen aufzuräumen, Ängste abzubauen und die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. “Diese ‘Mission’ teilen wir mit ihm”, erklärt Dr. Cornelia Betsch vom Netzwerk GENIA der Universität Erfurt, das sich interdisziplinär der Gesundheitskommunikation verschrieben hat. Von Hirschhausen sei dabei ein wichtiger Vermittler. An der Uni Erfurt ist er indes schon ein “alter Bekannter”. Erst im März 2016 war er auf dem Campus zu Gast, um dem Netzwerk GENIA einen Besuch abzustatten. Damals erklärte er: “Es gibt noch viele blinde Flecken in der Gesundheitsforschung – also viel Arbeit für die Wissenschaft”. Und er versprach, wiederzukommen. Dieses Versprechen hat er nun eingelöst. Und es wird nicht das letzte Treffen gewesen sein – denn die Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt hat große Pläne. Aber von denen berichtet “WortMelder” ein anderes Mal…

Übrigens: Auch das “Thüringen Journal” war bei der Wunderheiler”-Show von Eckart von Hirschhausen zu Gast und berichtet heute Abend ab 19 Uhr im MDR-Fernsehen.

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